(Stand: 14. Mai 2020, der Hygieneplan wird ggf. an sich verändernde Anforderungen angepasst und fortgeschrieben)

Neben den regulären Hygiene- und Desinfektionsmaßnahmen sind ab der Schulöffnung am
23.04.2020 folgende hygienische Maßnahmen zur Eindämmung von COVID-19 zu beachten:

A. Raumnutzung

1.    Notbetreuung
Hummelhaus: Die Notbetreuung findet seit dem 16.03. 2020 im Hummelhaus und dem Hort statt. Freispielfläche ist das Wäldchen. Zurzeit sind fünf Gruppen im Hummelhaus untergebracht mit je  fünf bis acht Kindern ( Es kommen nicht alle an allen Tagen) Eine Gruppe könnte noch dazu kommen, darüber hinaus müssten andere Räumlichkeiten mit benutzt werden. ( z. B. der 4. Gruppenraum im B-Gebäude und die Räume der Kinderwerkstatt.) Im Hort sind z.Zt. mindestens neun Kinder in zwei Gruppen.  Die räumlichen und personellen Ressourcen im Hummelhaus für die Betreuung von sechs Gruppen sind gegeben.

2.    Küche
Die Küche ist seit dem 16. 3. geschlossen. Schüler und Mitarbeiter der Schule müssen sich die Verpflegung für den Tag von zu Hause mitbringen.

3.    Klassen 11 und VK
Pavillons, Außenklasse, Gebäude der neuen Villa: Für die Prüfungsklassen 11 und VK konzentriert sich das Unterrichtsgeschehen ausschließlich auf die neue Villa, die Außenklasse und die Oberstufenpavillons. Nach diesem Konzept können alle Prüfungsklassen unterrichtet werden. Die Prüflinge sind, durch eigene Zuwegung und die sanitären Anlagen in der neuen Villa und in der Turnhalle, komplett vom Rest des Unterrichtsgeschehens abgeschlossen. Für die Pause steht der Oberstufenschulhof zur Verfügung.

4.    Das Schulbüro in der Villa ist zu den üblichen Zeiten besetzt, die persönlichen Besuche sollten jedoch auf das Notwendigste eingeschränkt werden. Alle Anfragen, die auf dem schriftlichen Wege bearbeitet werden können, sollen bitte auch schriftlich per Mail oder auf dem Postweg eingereicht werden.

5.    Unterstufe (Klassen 1a/b 4a/b)
Klassen 1-3: Unterstufenflur A-Gebäude und B-Gebäude (Klassenraum 1, 2, 3).
Klasse 4a: Raum 4a,5a, 6a, Klasse 4b: 2b, 3b, 4b.. Die Klassen sind gedrittelt um die Abstandsregelung effektiv handhaben zu können. Jede Klasse hat dadurch gleichzeitig drei Lehrer, verteilt auf drei Klassenräume. Die Schüler bleiben den ganzen Tag in dem selben Raum, die Lehrer rotieren. Jede Klasse hat an einem anderen Wochentag den Präsenzunterricht. Die Klassen nutzen den Unterstufen B-Schulhof, A-Klassen den Unter- und Mittelstufen-Schulhof der A-Klassen, die Pausenzeiten sind zeitlich versetzt.

6.    Erweiterte Unterstufe Kleinklassenbereich (Klassen 1c -5c)
Die Klassen 1c-5c sind in der Villa untergebracht. Die Gruppengröße ist so klein, dass sie nicht geteilt werden müssen, wenn die Speisesäle zum Unterrichten genutzt werden. Jede Klasse hat an einem anderen Wochentag den Präsenzunterricht. Für die Pausen wird das Wäldchen genutzt, hierzu besteht eine Absprache mit der Notbetreuung, dass nicht beide Gruppen gemeinsam im Freien sind.

7.    Mittelstufe (Klassen 5a/b- 8a/b)

Auch die Mittelstufenklassen haben nur an einem festen Wochentag Präsenzunterricht und sind aus Abstands- und Handhabungsgründen gedrittelt. Klassen 5a/b, 6a/b nutzen dabei ihre eigenen Klassenräume so wie die der 7. Klassen.7a/b nutzen die Klassenräume6a/b, 7a/b, 8a/b. Die 8. Klassen werden auch gedrittelt und benutzen die Klassenräume 7a/b, 8a/b und die jeweiligen Chemiesäle.

Mittelstufe-Kleinklassen ( Klassen 5c-8c)

Die Klassen 6c-8c haben an einem festen Wochentag im unteren Flur des Hauptgebäudes Präsenzunterricht. Die Klassen 7c und 8c bleiben in ihrem Klassenraum, die Klasse 6c nutzt den Raum der Klasse 8c. Die Klasse 5c hat in der Regel in den Essräumen der Villa Unterricht, wird aber an zwei Montagen im Raum der 8c unterrichtet, um ausgefallene Präsenztage zu ersetzen. Die Klassen 7c und 8c bleiben in ihrer Pause im abgegrenzten Gartenbereich vor den Klassenräumen (am Oberstufenschulhof). Die Klassen 5c und 6c nutzen den Unter- und Mittelstufen-Schulhof der A-Klassen, die Pausenzeiten sind zeitlich versetzt zu Unter - und Mittelstufe. Die Klassen 5c-8c nutzen als Ein- und Ausgang den Seiteneingang zur Witte-Wie.

8.    Klassen 9, 10, 12abc

Die 9c ist im Bioraum des B-Gebäudes, die 10c im Malraum des Werkstattgebäudes untergebracht. Für die Pausen wird der Platz vor der Metallwerkstatt genutzt. Die 11c/12c nutzt die Außenklasse sowie den Physiksaal im A-Gebäude. Die Pause verbringen die Schüler auf dem Oberstufenhof. Der gesamte C-Oberstufenbereich hat versetzte Pausenzeiten zu den jeweils anliegenden anderen Bereichen. Die 9. und 10. Klassen des A/B- Bereichs sind halbiert bzw. gedrittelt und in den folgenden Räumen des A-Gebäudes untergebracht: 9a, 9b, 10a, 11a, Informatikraum, 5-Ecksaal. Für die Pausen wird der Oberstufenschulhof genutzt. Die 12a ist im Kleinen Festsaal im B-Gebäude, im Plastizierraum und im Schnitzraum. Die 12b ist im B-Gebäude im Ostsaal, im Südsaal und im Raum der 10c untergebracht. Für die Pausen wird der Platz hinter dem B-Gebäude genutzt.

9.    Sonstige Nutzungen
Die Räumlichkeiten der Schule stehen für außerunterrichtliche Nutzungen (z.B. privater Nachhilfe- oder Musikunterricht) vorerst nicht zur Verfügung.

 

B. Hygienische Rahmenbedingungen

1.    Der Unterrichtsbeginn ist zwischen den unterschiedlichen Klassen gestaffelt, um
unnötige Kontakte zu vermeiden.

2.    Die Teilnehmerzahl in den Unterrichtsräumen ist begrenzt. Zwischen den
Schülerinnen und Schülern, sowie zwischen diesen und den Lehrkräften muss ein
Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden.

3.    Es erfolgt in jeder Unterrichtsstunde eine namentliche und nach Sitzplatz bezogene
Registrierung, um eine etwaige Nachbefragung bzw. Kontakt-Nachverfolgung zu
ermöglichen (Sitzpläne).

4.    Während des Unterrichts muss für ausreichend Frischluft gesorgt werden
(Stoßlüftung).

5.    Personen mit bestimmten Vorerkrankungen sollten vor dem Schulbesuch Rücksprache mit ihrer Ärztin oder ihrem Arzt nehmen.

6.    Personen mit Verdacht auf Covid-19 werden von der Teilnahme an Unterrichten und
Prüfungen ausgeschlossen.

 

 


C. Hygienische Verhaltensmaßnahmen

1.    Bei Betreten der Klasse müssen die Hände gewaschen werden (mindestens 20 - 30
Sekunden). Zusätzlich können die Hände auf Nachfrage desinfiziert werden. Hierzu muss die Lehrperson angesprochen werden, die die Desinfektionsmittel verwaltet, um unsachgemäßem Einsatz vorzubeugen.

2.    Die SUS warten in dem angezeigten Mindestabstand von 1,5 m vor den Klassen und betreten den Klassenraum einzeln. Nach dem Händewaschen wird der fest vorgegebene Sitzplatz eingenommen.

3.    Auf dem gesamten Schulgelände sowie in allen Gebäuden gilt eine Maskenpflicht (MNS; Mund-Nasen-Schutz-Masken) um sicherzustellen, dass in Begegnungssituationen, die eventuell den Mindestabstand von 1,5 m nicht zulassen, ein Infektionsschutz bestmöglich bleibt. Zum Essen und Trinken dürfen die Masken an der frischen Luft bei Wahrung des Mindestabstandes kurzzeitig abgesetzt werden. Darüber hinaus kann die unterrichtende LehrerIn gestatten die Maske abzunehmen, wenn alle SuS ihre Plätze eingenommen haben, der Mindestabstand gewährleistet ist und alle damit einverstanden sind. Bei Nichtbeachtung können die SuS nach Hause geschickt werden.

4.    Ausgenommen von der Maskenpflicht sind die Klassen 1-4 a/b und 1-5 c, da bei den betroffenen Schülergruppe nicht davon ausgegangen werden kann, dass ein sachgemäßer Umgang mit den Masken gewährleistet ist. Ein sachgemäßer Umgang mit Masken ist die Voraussetzung dafür, dass diese auch wirksam sind, bei unsachgemäßem Umgang wären sie eher ein Infektionsrisiko als ein Schutz, eine verantwortungsvolle Begleitung durch die unterrichtenden Lehrer minimiert das Infektionsrisiko hier sicherer.

5.    Die Tisch- und Sitzordnung in den Räumlichkeiten ist so gestaltet, dass der
vorgegebene Mindestabstand von 1,5 m in den Unterrichten gegeben ist.
Wenn alle SuS die Plätze eingenommen haben, kann die unterrichtende LehrerIn gestatten die Maske abzunehmen, wenn alle damit einverstanden sind. SuS die diesbezüglich Bedenken haben, können dies vorher vertraulich der LehrerIn mitteilen, sodass diese entsprechend zum Unterrichtsbeginn die SuS bittet in dieser Stunde die Masken auf zu behalten. Der Name des SuS wird dabei nicht genannt.

6.    Bei Nutzung einer Klasse/eines Fachraums durch eine andere/veränderte Lerngruppe am selben Tag müssen die Tische nochmals vor Benutzung gereinigt
werden. Dies übernimmt die verlassende Gruppe unter Aufsicht der Lehrperson.
Die Reinigungsmittel stellt die Schule zur Verfügung.

7.    Die sanitären Anlagen dürfen nur unter Einhaltung des vorgegebenen Sicherheitsabstandes betreten werden. In allen Sanitäranlagen befinden sich Seifenspender sowie Einmalhandtücher sowie eine Anleitung zum korrekten Händewaschen. Die Hände sollen regelmäßig für 20 bis 30 Sekunden gründlich mit Wasser und Seife gewaschen werden, dies geschieht meist in den Klassenräumen, die zu diesem Zwecke ebenso mit Flüssigseife, Papierhandtüchern und Waschanleitungen versehen sind.

 

 

D. Persönliches Hygieneverhalten

1.    Auf Körperkontakte wie Händeschütteln, Umarmungen usw. muss verzichtet werden.

2.    Es sollte darauf geachtet werden, sich möglichst nicht ins Gesicht zu fassen.

3.    Beim Husten und Niesen muss die Etikette gewahrt werden (Husten oder Niesen in
die Armbeuge, dabei von anderen Personen abwenden). Bedarfsgegenstände wie
Stifte, Hefte, Gläser, Trinkflaschen etc. dürfen nicht gemeinsam genutzt werden.

 

 

 

 

 

E. Standards für hygienische Sauberkeit

1.    Potenziell kontaminierte Flächen, wie Tische und Stühle, Sanitäranlagen, Türklinken
etc., die durch Händekontakte zu einer Übertragung beitragen könnten, werden
täglich durch das Reinigungspersonal gereinigt. (Empfehlung des RKI/Stand
04.04.2020: „Eine routinemäßige Flächendesinfektion in häuslichen und öffentlichen Bereichen, auch der häufigen Kontaktflächen, wird in der jetzigen COVID 19 Pandemie nicht empfohlen. Hier ist eine angemessene Reinigung das Verfahren der Wahl.“)

2.    Im Falle einer Kontamination durch respiratorische und andere körpereigene Sekrete ist eine Flächendesinfektion mittels Wischtechnik vorzunehmen. Desinfektionsmittel und Einmalhandtücher dafür sind in den Klassen vorhanden.

 

F. Zutritt von Eltern und betriebsfremden Personen zum Schulgelände

1.    Eltern bringen ihre Kinder nur bis zum vorgesehenen Eingang des Schulgeländes, gleiches gilt für das Abholen. An den Eingängen stehen Aufsichtspersonen, die den Kindern erklären, welchen Weg sie nehmen müssen. Der Zutritt schulfremder Personen ist nach Möglichkeit auf ein Minimum zu beschränken.

2.    Sowohl Erwachsene als auch Kinder (z.B. Geschwisterkinder), die nicht gesund sind, dürfen, unabhängig von der Art der Symptome,  das Schulgelände nicht betreten .

 

G. Vorgehensweise bei Verdachtsfällen

1.    Für SchülerInnen mit Verdacht auf COVID-19 gilt, dass die Eltern umgehend
informiert werden und das Kind, bis es die Eltern abholen, einzeln im Arztzimmer untergebracht wird.

2.    Der Vorgang ist umgehend im Schulbüro zu melden, welches das Gesundheitsamt und die Bezirksregierung unverzüglich informiert (Meldepflicht). Alle weiteren Maßnahmen werden durch das Gesundheitsamt entschieden. Seinen Anordnungen ist unverzüglich Folge zu leisten.

3.    Bei einer bestätigten Infektion werden die Elternhäuser der Kontaktkinder umgehend
informiert (anonymisiert).

4.    Erwachsene Personen mit entsprechenden Symptomen (insb. Fieber, Husten und
Atemwegserkrankungen) sind aufzufordern, das Schulgelände umgehend zu
verlassen bzw. zuhause zu bleiben.

5.    Bei akuter Atemnot wird unverzüglich der Notarzt alarmiert (Tel. 112).

6.    Kontaktpersonen von Personen mit einer bestätigten Infektion sind umgehend über
das bestehende Infektionsrisiko zu informieren.

7.    Bis eine ärztliche Abklärung des Verdachts erfolgt ist, ist von Arbeits-Schulunfähigkeit der Person auszugehen.

8.    Die betroffenen Personen sollten sich umgehend zunächst telefonisch zur Abklärung
an einen behandelnden Arzt oder das Gesundheitsamt wenden.

 

Anhang1 :

1.    Unterrichtsteilnahme von Schülerinnen und Schülern
Sofern Schülerinnen und Schüler in Bezug auf das Corona-Virus (COVID-19) relevante Vorerkrankungen haben, entscheiden die Eltern - nach Rücksprache mit einer Ärztin oder einem Arzt, ob für ihr Kind eine gesundheitliche Gefährdung durch den Schulbesuch entstehen könnte. In diesem Fall benachrichtigen die Eltern unverzüglich die Schule und legen ein ärztliches Attest für die Freistellung vom Präsenzunterricht vor. Die Art der Vorerkrankung braucht aus Gründen des Datenschutzes nicht angegeben zu werden. Wir akzeptieren auch Eigenerklärungen der Eltern, wenn diese uns schriftlich mitteilen, dass sie oder in ihrem Haushalt lebende Angehörige der Risikogruppe angehören. Bei volljährigen Schülerinnen und Schülern gelten die vorstehenden Ausführungen entsprechend.

2.    In der Folge entfällt die Pflicht nur zur Teilnahme am Präsenzunterricht. Am Lernen auf Distanz nehmen diese Schülerinnen und Schüler selbstverständlich teil.

3.    Eine TEILNAHME AN PRÜFUNGEN ist für diese Schülerinnen und Schülern durch besondere Maßnahmen zu ermöglichen. So muss das Schulgebäude zu einer bestimmten Zeit einzeln oder durch einen gesonderten Eingang betreten werden können und erforderlichenfalls die Prüfung in einem eigenen Raum durchgeführt werden. Können diese Schutzmaßnahmen nicht sichergestellt werden, soll ein Nachholtermin unter dann geeigneten Bedingungen angeboten werden. Im Übrigen gelten die allgemeinen Regeln für das krankheitsbedingte Versäumen von Prüfungen.

 

 

Anhang 2:

1.    Vorerkrankungen
Insbesondere bei nachfolgenden Vorerkrankungen besteht (für Erwachsene) - unabhängig vom Lebensalter- grundsätzlich ein erhöhtes Risiko für einen schwerere Krankheitsverlauf bei einer Infektion mit dem Corona-Virus (COVID-19):
- Therapiebedürftige Herz-Kreislauf-Erkrankungen (z.B. coronare Herzerkrankung,
Bluthochdruck)
- Erkrankungen der Lunge (z.B. COPD, Asthma bronchiale)
- Chronische Lebererkrankungen
- Nierenerkrankungen
- Onkologische Erkrankungen
- Diabetes mellitus Typ 2
- Geschwächtes Immunsystem (z.B. auf Grund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch regelmäßige Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr beeinflussen und herabsetzen können, wie z.B. Cortison)

2.    Wie gefährdet sind Kinder?

Bisher – so die WHO – scheint die Erkrankung bei Kindern vergleichsweise selten aufzutreten und wenn doch, dann mild. Schwere oder gar kritische Verläufe wurden nur bei einem sehr geringen Teil der betroffenen Kinder und Jugendlichen in China beobachtet. Welche Rolle Kinder und Jugendliche bei Übertragungen spielen und ob sie generell weniger anfällig für das Virus sind, diese Fragen können mit den bisher vorhandenen Daten noch nicht eindeutig beantwortet werden. (Quelle: https://www.bundesregierung.de/breg-de/themen/coronavirus/corona-hochrisikogruppen-1734970)

 

 

 

Rudolf Steiner Schule Bochum, Stand: 12. Mai 2020

Warum beginnt die Rudolf Steiner Schule Bochum mit der Beschulung der 1.-4. Klassen im ersten Schritt der Öffnung und nicht nur mit den 4. Klassen sondern mit der gesamten Unterstufe?

In den Grundschulen sind die vierten Klassen die Abschlussklasse. Unsere 4. Klassen stellen, anders als bei den öffentlichen Schulen, keine Übergangsklassen dar. Von daher brauchen wir die Schüler und Schülerinnen der 4. Klassen nicht auf die weiterführenden Schulen vorzubereiten, was das ausschlaggebende Argument für die Entscheidung der Länder war, die vierten Klassen als erstes wieder zu beschulen. Wir beginnen mit der Beschulung von unseren jüngeren Kindern der Unterstufe deswegen gleichberechtigt. Für die jüngeren Schüler ist es ganz besonders wichtig für gelingende Lern- und Entwicklungsprozesse den direkten Kontakt zu ihren Lehrern und Lehrerinnen zu haben, deswegen startet die Unterstufe noch vor der Mittelstufe.

 

Wie passt es dann, dass die zwölften Klassen zur selben Zeit starten, und dass sie so bevorzugt behandelt werden, mit einem täglichen Unterricht?

Für die zwölften Klassen steht in diesem Schuljahr der Waldorfabschluss an. Der künstlerische Abschluss, der Eurythmie Abschluss, die Jahresarbeiten und auch die Philosophiefahrt können unter den gegebenen Umständen nicht wie sonst stattfinden. Damit die zwölften Klassen dennoch ihren Abschluss bekommen, wurde für sie ein eigenes Konzept erstellt, dass den täglichen Unterricht vorsieht.

 

Sind alle Kinder schulpflichtig?

Ja, alle Kinder haben einen Anspruch auf gleich viel Unterricht und sind umgekehrt auch aufgefordert, die Unterrichtsangebote wahrzunehmen. Sollte ein Kind den Unterricht nicht besuchen können, kann es sich durch eine schriftliche Begründung ( Attest ) davon befreien lassen. In diesem Attest muss keine Diagnose stehen. Wir akzeptieren auch Eigenerklärungen der Eltern, wenn diese uns schriftlich mitteilen, dass sie oder in ihrem Haushalt lebende Angehörige der Risikogruppe angehören. Es befreit das Kind vom Präsenzunterricht, nicht jedoch vom Lernen und Arbeiten auf Distanz!

 

Hat die Schule einen Hygieneplan? Und wenn ja, wo ist der zu finden?

Ja, die Schule hat einen Hygieneplan. Er wurde von einem neu eingerichteten Hygienekreis erarbeitet und ist auf der Homepage zu finden. Der Hygieneplan wird fortlaufend den neuen Bestimmungen angepasst und ergänzt. Zum Hygienekreis gehören Herr Jasper und Frau Zientz (Koordinatoren), Herr Wellerdiek (Hausmeisterei), Frau Stott (Pädagogin), Frau Schimrigk (Pädagogin, Ärztin). Der Arbeitskreis berät die Schule fortlaufend in allen aktuellen Hygienefragen. Frau Doktor Michael wird als Schulärztin bei Bedarf zur Beratung hinzugezogen.

 

Hat die Schule im Schichtbetrieb Unterricht?

Nein, die Schule unterrichtet nicht im Schichtbetrieb. Schichtbetrieb würde meinen, dass verschiedene Lerngruppen am selben Tag dieselben Räume nutzen. Wir achten darauf, dass jeder Raum nur von einer Lerngruppe an einem Tag genutzt wird. Deswegen findet nur vormittags Unterricht statt. Dem Vorschlag des Landesministeriums folgend haben wir für die meisten Klassen ein rotierendes Unterrichtsprinzip eingeführt, bei dem die Klassen, die dieselben Räume nutzen, an verschiedenen Tagen Unterricht haben.

 

Wie viele Kinder passen maximal in die Klassenräume?

In unserer Schule hat fast jeder Raum eine andere Größe. Die Abstände zwischen den einzelnen Sitzplätzen sollten mindestens 1,5 m betragen, wir haben diesen Mindestabstand noch einmal auf 1,8 m erhöht. Mit einer dementsprechenden Bestuhlung passen in die meisten Klassenräume maximal fünfzehn Schüler. Aus diesem Grunde haben wir die meisten Klassen nicht halbiert sondern gedrittelt. In den größeren Sälen wie Eurythmiesälen, Speisesaal und Festsaal kann man noch mehr Schüler im ausreichenden Abstand arbeiten lassen.

 

Wie lässt sich Eurythmie Unterricht mit den Hygienevorstellungen vereinbaren?

Der Unterricht findet in Eurythmiesälen statt, die gut gelüftet werden können. Jeder Schüler hat einen eigenen Stuhl mit Namen, der am Rand des Saals im Abstand von 2 m zum nächsten Stuhl aufgestellt wird. Es gibt die Möglichkeit die eigene MNS Maske an einem Haken am Stuhl aufzuhängen, wenn man auf seinem Platz sitzt, beim gemeinsamen Bewegen werden die Masken getragen. Es wird immer nur eine kleine Zahl von Schülern (2-3) die Bewegungen im Innenraum ausführen, die anderen schauen zu, sodass der Mindestabstand gewährleistet ist. Es wird regelmäßig gelüftet.

 

Gibt es an den Waschbecken genug Platz für alle Kinder?

Gleichzeitig klappt dies nicht, aber die Kinder können sich nacheinander die Hände waschen. Die Lehrer*innen achten darauf, dass dafür genug Zeit eingeräumt wird und dies in Ruhe passieren kann.

 

Wie ist das mit dem Einsatz von MNS Masken (Mundnasenschutz Masken)?

Auf dem gesamten Schulgelände, in den Gebäuden und außerhalb, besteht eine Maskenpflicht. Ausgenommen sind die kleinen Kinder, d.h. die Schülerinnen und Schüler der Klassen 1 - 4a/b und sowie die Schülerinnen und Schüler der Klasse 1 - 5c und die Kinder in der Notbetreuung. Die unterrichtenden Lehrer können jedoch gestatten, dass die Masken während des Unterrichts abgenommen werden, wenn alle Schüler ihre Plätze eingenommen haben und niemand sich dagegen ausgesprochen hat.

 

Warum müssen die jungen Kinder keine Masken tragen?

Folgende Überlegungen waren die Grundlage für unsere Entscheidung keine Maskenpflicht für die jüngeren Kinder einzuführen:

·         Ein sachgemäßer Umgang mit Masken ist die Voraussetzung dafür, dass diese auch wirksam sind, d.h. die Ausbreitung des Virus reduzieren. Es besteht die große Sorge, dass die SchülerInnen der Klassen 1-4/5c dieser Anforderung nicht gewachsen sind. Es ist davon auszugehen, dass Masken auf der potenziell infektiösen Innenseite berührt und damit das Virus gegebenenfalls erst recht verteilt werden könnte, dass sie auf den Boden fallen, dort liegenbleiben, verloren gehen, ausgetauscht werden, als Spielzeug dienen.... in solchen Fällen sind sie eher ein Infektionsrisiko als ein Schutz.

·         Der vorliegende Plan für die Unterrichtsaufnahme schafft, durch in sich weitgehend getrennte Bereiche innerhalb der Schule, gute Hygienevoraussetzungen, sodass eine Maskenpflicht für die jüngeren Klassen nicht mehr zwingend erforderlich ist, um besonders die Schüler zu schützen, die in diesem Jahr ihre Prüfungen haben.

·         Diese Klassen (die 11. Klassen und die VK) sind sowohl von ihren Räumen als auch vom Schulhof und den sanitären Anlagen komplett vom Rest der Schüler getrennt, sodass hier ein besonderer Schutz besteht.

·         Die jüngeren Schüler, die am wenigsten verstehen können was in ihrer Welt im Moment passiert, erleben im „unmaskierten Unterricht“ wenigstens etwas Normalität.

·         Die nonverbale Kommunikation über die Mimik ist für die jüngeren Kinder ganz besonders wichtig.

·         Lehrende, die zu einer Risikogruppe gehören, könnten sich auf eigenen Wunsch mit einer FFP- Maske deutlich wirksamer vor einer Infektion schützen, als es durch das Tragen von MNS Masken möglich wäre.

·         Auf der rechtlichen Ebene ist eine Maskenpflicht an den Grundschulen nicht vorgegeben.

Schulmails des Ministeriums zum Umgang mit dem Coronavirus

Am Freitag, dem 13. März saßen wir in der Schulküche. Es war die erste große Pause. „Das wird unser letzter Tag hier, die Schulen werden schließen.“ Mittags verteilte Billa Behrens an alle Gäste Reibekuchen, Reis und was sonst nicht gut gelagert werden kann. Lehrer und Schüler verabschiedeten sich und die Ratlosigkeit, wie denn nun unterrichtet werden könne, breitete sich aus.

Vor den Osterferien haben fast alle Kollegen Aufgaben per Mail versendet. Viele Materialien sind in der Schule geblieben. Frau Weidemann und ich haben uns abgesprochen und in ähnlicher Weise weiterunterrichtet. Also haben wir für die 11. Klassen, die wir im Hauptunterricht hatten, zuerst die Seiten aus dem Biologiebuch gescannt, dann Aufgaben versendet und auf die Antworten gewartet. Abends füllte sich das E-Mail-Fach. „Liebe Frau Scharpey, im Anhang finden Sie meine bearbeiteten Bioaufgaben. Liebe Grüße“ Im Anhang waren ein Foto oder mehrere Fotos der Epochenheftseiten. Die wurden auf meinen PC heruntergeladen, gelesen und dann wurde eine Antwort an den Schüler oder die Schülerin versendet. Von einigen Schülern kam nichts, andere wünschten sich ausführliche Erklärungen oder Anleitungen wie im Unterricht. Dazu habe ich eine Sprachdatei aufgenommen und verschickt. So haben auch das Musikkollegium, das Sportkollegium, die Sprachlehrer, Epochenlehrer und Mathematiker gearbeitet

Über die FWU Mediathek hatten wir die Möglichkeit, den Schülern Filme zukommen zu lassen. Das Institut hatte für die Corona-Zeit einen unentgeltlichen Zugang angeboten und unsere Schule hat noch einen der letzten heißbegehrten Freizugänge erhalten. Die Mediathek war kurz vor dem Zusammenbrechen, was bedeutete, dass ein Film nicht zu jeder Zeit angesehen werden konnte und oft auch arg ruckelte.

Der Chemieunterricht, der stark auf Experimente angewiesen ist, nutzte Filme auf YouTube oder die Schüler erhielten von Herrn Rudloff Anleitungen für die heimische Küche. Auch hier wurden Arbeitsblätter verteilt und Musterlösungen zur Korrektur der eigenen Arbeit angeboten.

Ähnlich verfuhr auch Herr Wienemann mit der 9. Klasse in Physik. Die fehlende Epochenwoche wurde kurzerhand digitalisiert, die Klasse mit Scans und YouTube-Links versorgt und die Schülerinnen und Schüler arbeiteten und experimentierten in den eigenen vier Wänden. Die Abgabe der Epochenhefte, welche ja in die Zeugnistexte mit einfließen, erfolgte größtenteils schadenfrei auf dem guten alten Postweg, so dass sich der Postbote in der letzten Woche irritiert die Augen rieb und sich wunderte, warum auf einmal so viele große A4-Umschläge auf einmal zugestellt werden mussten. Der eine oder andere war mit einer lieben Grußbotschaft versehen, für die sich Herr Wienemann auf diesem Wege recht herzlich bedanken möchte.

Viele Kollegen - vor allem Sprachlehrer - haben in dieser Zeit eine Telefonsprechstunde für jede ihrer Klassen eingerichtet. Im Bereich der Sprachen wurden den Schülern neben Aufgaben per Mail auch Selbstlernprogramme ans Herz gelegt. Damit konnte jeder Schüler in seinem Tempo lernen und er bekam auch eine Rückmeldung. Für den Deutschunterricht wurden die Schüler der neunten Klasse mit Arbeitsaufträgen zu den gelesenen Lektüren versorgt und in der elften Klasse mit Übungsklausuren zur Zentralen Prüfung. Alle Ausarbeitungen wurden korrigiert per Mail an die Schüler zurückgeschickt.

Am Ende der Epoche kamen dann die Epochenhefte mit der Post oder wurden persönlich in den Briefkasten gelegt. Bei der Durchsicht wurde schnell sichtbar, dass bei der Erarbeitung von Aufgaben die Lösungen kürzer und ideenärmer waren als im Unterricht. Es fehlten die Gruppenarbeiten und der Austausch und die Korrektur untereinander.

Die Sprachlehrer berichteten, sie hätten den Schülern gerne etwas vorgelesen oder die Antworten von Schülern gerne gehört und nicht nur gelesen.

Frau Kröner-Spruck und Frau Matskevich führten per Telefonkonferenz jede Menge Lernbegleitungsgespräche mit SchülerInnen der Klasse 11b. Die Kunstbilder der Klasse erreichten Herrn Neumann in diesem Jahr digital.

Die Osterferien boten nun die Zeit und Gelegenheit weitere Lösungen zu finden.

Microsoft Office 365 Education

Der Kreis für Öffentlichkeitsarbeit stellte Microsoft Teams vor. Unter den verschiedenen Möglichkeiten Unterricht in Echtzeit anzubieten, fiel die Wahl in der Oberstufe auf ein kostenfreies Angebot für Schulen von Microsoft. Office 365 Education enthält neben Word, Excel und Power Point auch Teams für Videokonferenzen. So können Lehrer mit Schülern über Videokonferenz sprechen und sich zum Beispiel auch Bilder zeigen lassen, denn eine Kamera nimmt nicht nur Gesichter auf. Die Schüler untereinander können sich ebenfalls vernetzen. Teams ermöglicht es den Lehrern, Aufgaben an die Schüler zu senden und von ihnen entgegen zu nehmen, ohne die Mail zu nutzen. Die Schüler senden ihre Aufgabe über Teams zurück. Die Lehrer lassen sich im Schulbüro in der kostenfreien Schulplattform anmelden. Die Klassenbetreuer sammeln die E-Mail-Adressen der SchülerInnen und senden sie an das Schulbüro. Dort werden die SchülerInnen registriert. Sie erhalten dann von Microsoft eine Mail und haben ebenfalls Zugang zur Plattform für Fernunterricht.

Diese Lösung wurde bereits im Februar vom Schülerrat unabhängig von der Corona-Pandemie erhofft, weil die Schüler sich die unentgeltliche Software Word, Excel und Power Point gewünscht haben. Daher gab es schon erste Erfahrungen einzelner Schüler, die das Verfahren für den Schülerrat ausprobiert haben.

Microsoft Team ist eine vom Datenschutzbeauftragten der Bezirksregierung (Köln) zugelassene Plattform für Gruppenchats und Videokonferenzen.

Google Education, Google Classroom

Eine weitere kostenlose Nutzung bietet Google mit Google Classroom, einem Bestandteil von Google Education. Hier kann der Lehrer einfach ein Archiv anlegen und während der Bearbeitungszeit korrigieren und kommentieren. Auch besteht für die Schüler die Möglichkeit in Arbeitsgruppen ein gemeinsames Dokument zu erarbeiten.

Der Kreis für Öffentlichkeitsarbeit arbeitet noch an einer internen Homepage, die auch zur Verbreitung von Aufgaben und für Ausstellung von SchülerInnenarbeiten im nicht öffentlichen, sondern im Klassen- oder Schulraum gedacht ist.

Natürlich ersetzt nichts den persönlichen Kontakt, aber wir haben Wege gefunden, die das Lernen ermöglichen. Die Umsetzung erfordert etwas Geduld, aber alle arbeiten daran.

Für die Oberstufe

Angelika Scharpey

Unsere Mittelstufe umfasst die fünfte bis zur achten Klassen.

Ist diese Entwicklungszeit unter „normalen“ Bedingungen bereits von einer besonderen Dynamik geprägt, so sind die Herausforderungen beim Lernen auf Distanz hier sehr vielfältig. Die Lehrerinnen und Lehrer sind dieser Aufgabe unterschiedlich und individuell begegnet, doch allen ist gemeinsam, dass sie stets versuchten, die Beziehungen zwischen ihnen und den Schülerinnen und Schülern intensiv aufrecht zu erhalten.

So entstand ein Füllhorn an kreativen und neuen Ideen: Der Kontakt zu den Schülerinnen und Schülern wird z.B. über regelmäßige, zum Teil tägliche, Telefonsprechstunden gehalten. Rückmeldungen zu den gestellten Aufgaben werden ebenfalls aktiv telefonisch eingeholt. Die zu bearbeitenden Aufgaben kommen per Mail oder Post zu den Schülerinnen und Schülern. Auch umfangreiche Materialpakete wurden zusammengestellt, die dann von den Eltern oder den älteren Schülerinnen und Schülern - unter Einhaltung aller Sicherheitsvorgaben - in der Schule abgeholt werden konnten.

Audiodateien sind entstanden, sowie kleine, wunderbare Videofilme- und Sequenzen, es wurde Unterricht im virtuellen Klassenzimmer abgehalten und sich über Skype in Gruppenkonferenzen ausgetauscht. Einige Lehrer nahmen sogar kleine Musikstücke auf und schickten diese als Gruß an die Kinder. Entstanden sind auch kleine Werkstücke und Arbeiten, z.B. in der Handarbeit, die dann von den Kindern fotografiert und an die Lehrer zur Begutachtung geschickt wurden.

Genutzt wurden auch YouTube Lernvideos, es entstand sogar eine virtuelle Klassenzeitung. Die Kolleginnen und Kollegen stellten tägliche oder wöchentliche Aufgaben zusammen. Haushaltsexperimente wurden innerhalb der Chemieepoche empfohlen, Rezepte zum Ausprobieren aus dem Kochunterricht bereicherten den heimischen Speiseplan.

Liebe Schulgemeinschaft, dieses ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem erstaunlichen Ideenreichtum der Mittelstufe und keinesfalls vollständig. Bei aller Begeisterung für das Entstandene, sind wir uns einig, dass nichts die wahrhaftige, persönliche Begegnung zwischen den Lehrern und Schülern ersetzen kann. Wir sind daher sehr froh, dass sich nun kleine Schritte in Richtung Unterrichtsaufnahme abzeichnen.

Für die Bereichskonferenz der Mittelstufe Dorothee Berendes und Katharina Währisch Im Mai 2020

In dieser Woche gibt es Informationen aus dem Förderbereich, der Betreuung, der Unter- und Mittelstufe sowie von anderen Aktivitäten.

Alles ist anders zu Corona-Zeiten

„Es ist schwierig – also machen wir das Beste daraus!“

So könnte das Motto von einigen derzeit lauten – auch bei uns in der Unter- und Mittelstufe im Kleinklassen-Bereich.

Die Kinder mit Schulmaterial zu versorgen, geschweige denn zu unterrichten, stellt die Lehrkräfte vor nicht zu unterschätzende Herausforderungen.

Dass das trotzdem an manchen Stellen – sogar überraschend gut – klappt, darf uns auch erfreuen.

Wir Lehrer haben uns ausgetauscht und festgestellt, dass jeder/jede diese Aufgabe auf unterschiedliche Weisen angeht, denn zum Teil sind auch verschiedene Voraussetzungen in den Elternhäusern zu berücksichtigen. Nicht längst alle Familien haben die Möglichkeit, Emails an einem PC lesen zu können, und auch das Ausdrucken ist teilweise nicht möglich. So berichtete eine Mutter, dass sie zunächst für ihre Kinder die Inhalte aus den Emails abschrieb, bis sie Hilfe von ihrer Arbeitgeberin bekam.

So ergaben sich vielfältige Möglichkeiten, wie miteinander kommuniziert wurde.

Hier einige Beispiele:

Manche Lehrkräfte sind dazu übergangen, ihre Schüler und Schülerinnen hin und wieder mit Paketen der Post zu beglücken, immer mit einem kleinen Brief und persönlicher Ansprache.

Dazu hielten manche einen regen telefonischen Austausch, auch gerne mit den Eltern.

Manche bekamen von ihrer Lehrerin entzückende Briefe zugeschickt, immer mit speziellen Aufgaben für jeden Tag und einem kleinen Rätsel dabei.

In anderen Klassen wiederum funktionierte der Emailkontakt, wodurch Schüler/innen mit Materialien versorgt wurden.

Nein, alles kein Idealzustand, aber wir versuchen, wie oben bereits gesagt, das Beste daraus zu machen. Manchmal ist da „weniger“ sogar „mehr“. Aber der andere Spruch „viel bringt viel“ hat auch sein Gutes. Alles im Maß. So einfach, und so schwer.

Das Allerwichtigste scheint zu sein, dass wir alle den Mut behalten, dass wir, wirklich alle, uns gegenseitig stärken, aufbauen, mit der Gewissheit, es kommen auch wieder andere Zeiten.

Regina Tobiassen, für den Förderbereich

Liebe Schulgemeinschaft,

an dieser Stelle möchten wir Ihnen einen Einblick in die Vielfältigkeit und Kreativität des Kollegiums geben, wie unterschiedlich mit der Situation „Lernen auf Distanz“ - entsprechend den Anforderungen der verschiedenen Klassenstufen - umgegangen wurde und wird. Im letzten Schulbrief gab es einen Streifzug durch die Oberstufe, heute erfahren Sie eine Fortsetzung aus dem Bereich der Unterstufe zu den Themen Rechnen, Schreiben, Hausbauepoche, Handarbeit und Sprachen.

Rechenepoche:

  • Die Eltern bekommen eine Anleitung und erarbeiten den Stoff mit den Kindern incl. Spiele, Übungen und Arbeitsblätter
  • * Arbeitsblätter werden täglich abends verschickt (über cloud)
  • * Eltern ohne Mail bekommen alles mit der Post * feste Telefonsprechstunden

  • Schreibschrift
  • * Die Kinder bekommen tägliche Arbeitsblätter mit Aufgaben und freiwilligen Zusatzaufgaben per Mail
  • * Arbeitsblätter werden täglich verschickt
  • * Möglichkeit, Material persönlich abzuholen (in der Lehrküche)
  • * alle Familien werden persönlich angerufen

  • Maße und Gewichte
  • * Kurzfilme zum Messen gedreht und in eine cloud (magenta) gesetzt
  • * Arbeitsblätter werden sonntags und mittwochs verschickt
  • * Kinder antworten per sms, app, mail oder cloud
  • * 1x1 Führerschein persönlich am Telefon * feste Telefonsprechzeiten

  • Hausbauepoche
  • * die Kinder erarbeiten Texte zur Bauweise von Naturvölkern und planen und bauen ihr eigenes "Traumhaus", ein Modell oder eine begehbare Hütte im Wald oder im Garten
  • * Kinder bekommen seit 15. März sonntags und mittwochs Briefe mit Persönlichem, Rätseln, Gedichten, Nachrichten
  • * Tägliche Arbeitsblätter mit Aufgaben per Mail
  • * Familien ohne Mail oder Drucker bekommen alles per Post * Tag des "offenen Fensters" immer mittwochs 16:00-19:00 Uhr

  • Handarbeit
  • * Verteilen von Wolle an der Tür zur Lehrküche an verschiedenen Nachmittagen, in Absprache mit den Klassenlehrern, meist zur Zeit der Sprechstunden
  • * Einsammeln von Arbeiten und Durchführung kleiner Verbesserungen vor Ort

  • Russisch

  • * alle Eltern der Klassen bekamen Arbeitsanleitungen per Mail, die die Eltern ohne Sprach- und Schriftkenntnisse mit den Kindern durchführen können 

Vera Ostheider, im Mai 2020